Über die Autorin

Maja Ilisch wurde am 23. April 1975 in Dortmund geboren. Einer exakten Berechnung zufolge wird sie am 17.3.2053 sterben. Noch zu ihren Lebzeiten wurde ihr Geburtstag zum Welttag des Buches ausgerufen - eine frühe Würdigung, die jedoch die einzige ihrer Art bleiben sollte.
Ihr Lebenslauf zeugt von vielem - vor allem aber von Inkonsequenz und Wankelmütigkeit sowie eine Tendenz zu nicht realisierbarem Wunschdenken:


1978
Krankenschwester


1981
Privatdetektiv


1984
Seeräuber

1987
Deutschlehrerin


1990
Regisseurin


1993
Toxikologin

1996
Bibliothekarin


1999
Buchhändlerin


2002
Verlegerin


2005
Berufsautorin


2008
Friedhofsverwalterin

Statt dessen erwarteten sie wiederholte Perioden von Arbeitslosigkeit und verschiedene Stellen, von denen eine immer schlimmer war als die letzte. Doch sie hörte nie auf, es wieder von vorne zu versuchen, und nachdem sie jedes Mal am Ende wieder auf der Straße stand, beschloß sie irgendwann, dies als ein Zeichen zu sehen. Nun hat sie sich in den Kopf gesetzt, am Ende in dem einzigen Beruf Erfolg zu haben, der sie jemals wirklich geliebt hat, und eine Berufsautorin zu werden.
Vielleicht, wenn sie das Gefühl hat, beobachtet zu werden, wird sie sich schicksalsträchtig in ein Café setzen, einen Stift zücken und eine Serviette mit Notizen vollkritzeln, von denen sie hinterher behaupten kann, sie wären die erste Idee zu den Chroniken der Elomaran. Obwohl sie - nachweislich - seit Februar 2000  daran arbeitet. 

Seit sie das seltene Gebiet der Filk-Musik entdeckt hat, nutzt sie ihre dichterischen und musischen Fähigkeiten zum Liedermachen und hat als die linkshändige Hälfte von Lord Landless  ihre erste CD, »Garden of the Lost«, veröffentlicht.
Sie schreibt, weil sie sich nicht vorstellen kann, es nicht zu tun, und weil Drogen zu teuer sind. Die Chroniken der Elomaran sieht sie als ihr Opus Magnum an, aber es ist nicht das erste Werk, von dem sie das sagt, und selbst wenn es noch Jahre dauert, bis die Engel am Ende sind, hat sie nicht vor, danach aufzuhören…

Seit Herbst 1999 versucht sie, ihren ersten Roman, »Eine Flöte aus Eis« in einem Verlag unterzubringen, und reiht sich bis dahin ein in die lange Reihe der klischeehaft Verschmähten. Schmollend versichert sie, ihren eigenen Verlag gründen zu wollen, und hat sich bereits alle Informationen über die Beantragung einer ISBN kommen lassen, weswegen man vermuten darf, daß es ihr diesmal wirklich ernst ist… Aber dann hat sie mehr als ein Jahr für einen Verlag gearbeitet, einen Druckkostenzuschußverlag noch dazu, und seitdem sind alle Ambitionen in dieser Hinsicht erstmal gestorben. Vielleicht schreibt sie statt dessen irgendwann ein Buch über dieses Jahr in der Hölle.

Zwischenzeitlich hat sie mit der Schreiberei sogar schon einmal Geld verdient: Nach einigen Kriminalällen für die Sat1-Serie »Richterin Barbara Salesch« schrieb sie für die Konkurrenz bei RTL Familienrechtsfälle, die zu Herzen gingen und die Haare sträubten - gehört nicht in jede Autobiographie auch der Satz »Ich war jung und brauchte das Geld«? Aber die Auftragsarbeit war letzenendes nicht ihr Ding, ihr fehlte Zeit für ihre eigenen Geschichten, und überhaupt war es nicht möglich, Shakespeare sinnvoll fürs Nachmittagsprogramm zu adaptieren, so daß sie sich wieder ihren brotlosen Engeln zuwandte. Auch ein Exkurs als Hörspielschreiberin endete mit einem verlagsseitig geplatzten Vertrag und großer Enttäuschung, sowie dem Wissen, daß sie a) auch im Team arbeiten und b) richtig knackige Dialoge schreiben kann, die aber wohl niemand jemals hören wird. Also: Retour au l'anges

Maja wohnt mit ihrem Partner am Rande der Republik in der alten Kaiserstadt Aachen, wo sie tatsächlich in ihrem anderen Traumberuf, als Bibliothekarin, arbeitet. Sie hat schon den wichtigsten Schritt unternommen, eine örtliche Autorengruppe zu gründen - indem sie die Domain aixposee.de gesichert hat - und versucht, interessant und ungewöhnlich zu wirken. Zu ihren größten Leistungen zählt sie selbst die Gründung des Autorenforums »Tintenzirkel«, das inzwischen so viele erfolgreiche Autoren hervorgebracht hat, daß Maja sich selbst als die Puffmutter der deutschen Fantasy bezeichnet. Was nicht immer positiv gemeint ist, aber ungemein gut ankommt. 

Seit das Wunder eingetreten ist und eine Agentur an sie herangetreten ist, noch dazu eine mit literarischme Anspruch, bildet sie sich noch mehr als zuvor auf sich ein und laßt das ihre Umwelt um so mehr spüren, indem sie keine Gelegenheit ausläßt, zu betonen, daß sie wirklich von der besten Agentur der Welt vertreten wird. Wollen wir hoffen, daß es mit der Verlagssuche noch eine Weile dauert, bevor sie ganz und gar abhebt!

Sie freut sich über jede E-mail, garantiert aber nicht, daß sie auch sofort darauf antworten wird… aber sie liest alles, und das ist manchmal schon mehr wert.